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Sichere EU-Energieversorgung gefragt

EU abhänig von Energieimporten

Die Abhängigkeit der EU von Energieimporten ist immens, denn mit Erdöl, Erdgas, Steinkohle und Uran muss die EU mehr als die Hälfte ihrer benötigten Energie aus Nicht-EU-Staaten importieren. Und dieser große Importanteil wird stetig ansteigen, da die heimische Förderung zunehmend zurückgeht.

Mit Blick auf Russland ist das natürlich auch ein politisches Problem, doch weil diese Importe so teuer sind, ist es auch wirtschaftlich ein riesiges Verlustgeschäft: Mehr als eine Milliarde Euro täglich, aufs Jahr gerechnet also mehr als 400 Milliarden Euro, geben die EU-Mitgliedsstaaten aktuell für Energieimporte aus.

 

Pläne für eine zuverlässige Energieversorgung

Der CDU-Politiker Günther Oettinger hat im Mai 2014 ein neues Konzept für eine sichere Energieversorgung vorgestellt. Darin befinden sich Vorschläge, um die zuverlässige Energieversorgung für den kommenden Winter zu sichern. Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten werden beim Europäischen Rat über Oettingers Pläne beraten.

Die EU-Politiker wollen es künftig vermeiden, politisch und kommerziell erpressbar zu sein. Zur Gewährleistung einer sicheren Versorgung im nächsten Winter schlägt die EU-Kommission umfassende Risikobewertungen vor, welche sowohl auf regionaler als auch auf EU-Ebene stattfinden sollen.

José Manuel Barroso (EU-Kommissionspräsident ): „Die EU hat nach der Gaskrise 2009 viel für die Verbesserung ihrer Energieversorgungssicherheit getan. Dennoch ist diese nach wie vor gefährdet. Die Spannungen in der Ukraine haben dies erneut verdeutlicht. Angesichts einer Importabhängigkeit von insgesamt mehr als 50 Prozent müssen wir weitere Schritte unternehmen. Die Kommission hat heute eine umfassende Strategie vorgelegt, die im Juni Gegenstand der Beratungen der EU-Staats- und Regierungschefs sein wird. Ich rechne auf ihre entschlossene Unterstützung, da eine Verbesserung der Energieversorgungssicherheit in unser aller Interesse liegt. In Fragen der Energieversorgung muss Europa mit einer Stimme sprechen und an einem Strang ziehen.“

Die technologische Innovation und die Forschung gelten unter Experten als Schlüsselfaktor für die europäische Energiepolitik. Des Weiteren stellen die fossilen Energieträger mindestens in den nächsten drei Jahrzehnten in allen Fällen die tragende Rolle dar. Darum sollte man jetzt versuchen, die Nutzungseffizienz von Kohle und Erdgas weiter zu steigern.

 


Autor: (pk)
Quellen: www.alfelder-markt.com, www.ec.europa.eu
Foto: ©depositphotos.com/tchara

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